Vertonte Pressemitteilung
Der Eingangsbereich der ART COLOGNE 2012 steht im Zeichen von Dieter Roth
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Info: Werke sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Original Pressemitteilung:
15.03.2012, Köln - Auf der 46. ART COLOGNE werden im Eingang Süd der Koelnmesse zwei monumentale Werke von Dieter Roth, einem der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, zu sehen sein. Roths Schaffen ist von Widersprüchen geprägt: Vergänglichkeit und Ordnung, Zerstörung und Kreativität, Verwerflichkeit und Schönheit ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Die beiden großformatigen Arbeiten wurden bisher nur selten öffentlich gezeigt und werden nun zum ersten Mal überhaupt in Deutschland ausgestellt. Die ART COLOGNE setzt damit die Reihe ihrer Präsentationen von herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts fort. Die diesjährige Ausstellung wird in enger Zusammenarbeit mit der Galerie Hauser & Wirth (Zürich, London, New York) realisiert.Roth war nicht nur für eine unnachahmliche Vielseitigkeit in der Verwendung von Materialien und Techniken bekannt, sondern auch für seine Fähigkeit, die obsessiv angehäuften Alltagsgegenstände und Dinge des täglichen Gebrauchs zu Kunstwerken zu verwandeln, die gleichsam eine Chronik seiner künstlerischen Praxis entstehen ließen. Die auf der ART COLOGNE gezeigten Werke "The Floor I" und "The Floor II" (Atelierböden aus Mosfellsbaer, Island), sind Beispiele für diesen innovativen, aufschlussreichen und zuweilen chaotischen Ansatz.Bei den beiden Arbeiten handelt es sich um die 60 Quadratmeter großen Fußböden aus dem Atelier von Dieter und Björn Roth in Bali, Island, die von Dieter Roth entfernt und zu vertikalen, frei stehenden Objekten transformiert wurden. Als eigenständige Objekte sind sie Gemälde und Skulptur zugleich.In Form von alten Farbresten, Leim und Überbleibseln von Roths Arbeitsprozessen tragen die Böden Spuren seiner Arbeit und dokumentieren so auf einzigartige Weise, jeden Schritt einer über zwanzigjährigen Schaffensperiode und auch jeden Augenblick, den Roth in diesem Zeitraum in seinem Atelier verbrachte. So verlangen die Atelierböden dieselbe Aufmerksamkeit des Betrachters wie die Kunstwerke, die auf diesen Böden entstanden sind.Der in Deutschland geborene Schweizer Dieter Roth zog 1957 nach Island, wo er sich in die Landschaft und Kultur des Landes verliebte. In der Abgeschiedenheit Islands konnte Roth sich fern des Mainstreams ganz seiner Kunst widmen.Von 1968 bis 1971 lebte Roth unter anderem in Düsseldorf, unterrichtete hier an der Staatlichen Kunstakademie und zeigte seine Werke in zahlreichen Ausstellungen im Rheinland. In dieser Zeit entstanden zentrale Arbeiten in denen er Lebensmittel wie Schokolade, Käse oder Fleisch verwendete, sowie erste Gewürzbilder und -objekte.Dieter Roth vertrat die Schweiz 1982 auf der Biennale in Venedig und erhielt eine Reihe von Auszeichnungen und Preisen, unter anderem 1991 in Genf den renommierten Schweizer Kunstpreis "Prix Caran d’Ache Beaux Arts". 2004 präsentierten das Museum of Modern Art in New York, das Schaulager Basel sowie das Museum Ludwig, Köln gemeinsam die große Retrospektive "Roth Zeit: Eine Dieter Roth Retrospektive". 1989 erhielt Dieter Roth auch den COLOGNE FINE ART-Preis.
Anmerkung für die Redaktion:
Bildmaterial zur ART COLOGNE und zum Preisträger finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (www.artcologne.de) im Bereich Presse.

Ansprechpartner:
Christine Hackmann
Messeplatz 1
50679 Köln
Tel.: +49 (0)221 821 2288
c.hackmann@koelnmesse.de

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